WM Europa – Gruppe H: Belgien in der Favoritenrolle

 

Belgien wird der am meisten gefürchtete Gegner in einer Gruppe H sein, in der außerdem Griechenland und Bosnien-Herzegowina zu den Favoriten zählen. Die Griechen haben sich zu einem Dauergast bei großen Turnieren entwickelt, während die Bosnier ihren Status als aufsteigender Stern der europäischen Szene bestätigen wollen. Dahinter werden Estland und Zypern versuchen, den namhaften Rivalen so lange wie möglich die Stirn zu bieten. Hinzu kommt Gibraltar, das erstmals an einer WM-Qualifikation teilnehmen wird, nachdem es im Mai 2016 als FIFA-Mitglied bestätigt wurde.

Die Teams
Belgien
Bosnien und Herzegowina
Griechenland
Estland
Zypern
Gibraltar

Der Ausblick
Von Thibaut Courtois bis Romelu Lukaku über Eden Hazard oder Kevin de Bruyne: Selten sind die Roten Teufel ihrem Namen so sehr gerecht geworden. Der Viertelfinalist von Brasilien 2014, der sich zudem in der Spitzengruppe der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste befindet, ist wohl der haushohe Favorit auf den Gruppensieg. Selbst wenn die anderen Teams heimlich davon träumen sollten, Belgien vor Probleme zu stellen, werden sie vor allem danach streben, Schritt zu halten und einen Playoff-Platz zu ergattern. Dies ist zumindest das erklärte Minimalziel von Bosnien-Herzegowina und Griechenland.

Die Hellenen scheinen seit ihrem Titelgewinn bei der EURO 2004 ein Geheimrezept für eine erfolgreiche Qualifikation für die großen internationalen Turniere zu besitzen. Sie waren bei den letzten zwei WM-Endrunden sowie den letzten zwei kontinentalen Meisterschaften jeweils mit von der Partie. In Brasilien 2014 setzten sie erneut auf die bewährte Mischung aus hohem Engagement, taktischer Disziplin und Mannschaftsgeist, die ihnen immerhin einen Platz im Achtelfinale bescherte. Die Bosnier wiederum waren bei ihrer WM-Feuertaufe nicht allzu weit von einem ähnlichen Erfolg entfernt. Aber die Truppe um Edin Dzeko und Miralem Pjanić musste die bittere Erfahrung machen, dass es im Spitzenniveau selbst auf die kleinsten Details ankommt und mangelnde Erfahrung meist gnadenlos bestraft wird. Gleichwohl sind die Bosnier fest entschlossen, ein zweites Mal das große Ziel zu erreichen, um ihr Ergebnis zu verbessern. Die Griechen hingegen werden versuchen, ihren Platz im Kreis der Großen zu verteidigen.

„Auf dem Weg zu einer WM gibt es immer weniger leichte Spiele.“ Diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch, und die Ergebnisse bestätigen das. Die Zeiten, in denen Estland und Zypern den Schwergewichten des Weltfussballs höchstens als willkommener Sparringspartner dienten, gehören längst der Vergangenheit an. Die einstigen Däumlinge sind innerhalb eines guten Jahrzehnts kräftig gewachsen. Inzwischen begegnen sie den Großen auf Augenhöhe und stellen ihnen nicht selten ein Bein. Mit einer zusätzlichen Dosis Konstanz könnten sie für den einen oder anderen Gegner durchaus zum Spielverderber avancieren. Ob das auch schon für Gibraltar gilt?

Hätten Sie‘s gewusst?
Wenn es der Zufall richtet: Der estnische Verband versucht bereits seit mehreren Jahren, sich in einem Freundschaftsspiel mit den Roten Teufeln zu messen, da Belgien als Vorbild für kleine Länder angesehen wird. Nun kam den Esten bei der WM-Vorrundenauslosung der Zufall zu Hilfe und machte dieses Aufeinandertreffen möglich.

„Danke, Göttin Fortuna“: Ob Auslosungen oder Elfmeterschießen: In der Ära von Guy Thys zwischen 1976 und 1989 sowie von 1990 bis 1991 schien Belgien stets das Glück zur Seite zu stehen. So kam es, dass er gar als Glücksbringer der Nationalelf angesehen wurde.

Die Statistik
3 – So viele Mannschaften aus der Gruppe H – Belgien, Bosnien-Herzegowina und Zypern – sind sich bereits in der Qualifikation zur UEFA EURO Frankreich 2016 begegnet.

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